Stromverbrauch im Haushalt anhand der Nutzung vergleichen und Beleuchtung sowie Geräte bewusst und passend einsetzen
Mit dem eigenen Verbrauch beginnen
Stromkosten entstehen durch viele einzelne Nutzungen. Statt jeden Verbrauch gleich zu behandeln, verschaffe dir einen Überblick über häufig laufende und leistungsstarke Geräte. Rechnungen und vorhandene Verbrauchsdaten helfen, Veränderungen einzuordnen. Eine hohe Rechnung im Winter beweist für sich allein noch nicht, welches Gerät dafür verantwortlich ist.
Prüfe zuerst unnötige Betriebszeiten und mögliche Einstellungen. Ein pauschaler Austausch aller funktionierenden Geräte ist nicht automatisch sinnvoll. Dieser Beitrag verbindet deshalb Hinweise zu Beleuchtung, Arbeitsplatz, Küche, Waschen und Bad, ohne für jeden Haushalt dieselbe Einsparung zu versprechen.
Neue Geräte nach dem tatsächlichen Bedarf auswählen
Wenn eine Anschaffung ansteht, vergleiche Energieangaben und Ausstattung mit deiner üblichen Nutzung. Ein besonders grosses oder leistungsfähiges Gerät ist nicht immer erforderlich. Entscheidend ist, ob es die Aufgabe passend erfüllt und wie oft es eingesetzt wird.
Nutze vorhandene Sparprogramme nach Anleitung. Berücksichtige bei einer Ersatzentscheidung auch den Zustand und mögliche Reparaturen. Eine Effizienzkennzeichnung hilft beim Vergleich, erklärt aber nicht allein die gesamten Kosten eines bestimmten Haushalts.
Im Homeoffice unnötigen Dauerbetrieb vermeiden
Wähle Computer und Zubehör nach der Arbeit, die du tatsächlich erledigst. Zusätzliche Grafikleistung oder ein grosser Bildschirm kann sinnvoll sein, muss aber zum Bedarf passen. Aus einer Leistungsangabe allein lässt sich der jährliche Verbrauch nicht ablesen.
Prüfe Energiespareinstellungen und schalte ungenutzte Bildschirme oder Geräte passend zur vorgesehenen Nutzung ab. Ein Bildschirmschoner ist kein verlässlicher Ersatz für einen geeigneten Ruhemodus. Beachte die Vorgaben für Geräte, die wegen Updates oder anderer Aufgaben erreichbar bleiben müssen. Auch die Arbeitsplatzbeleuchtung sollte nicht unnötig weiterlaufen.
Tipp 2 - Energiesparen im Homeoffice
Auch hier kannst du mit dem Energiesparen schon beim Kauf deiner Geräte beginnen. Mache dir vorher bewusst, welche Arbeit du an deinem Computer machen möchtest und überlege gut, wie leistungsfähig und belastbar dein PC für diese Arbeit überhaupt sein muss. Denn obwohl ein PC mit mehr Leistung im ersten Moment oft ansprechender scheint, sollte dir bewusst sein, dass eine hohe Leistung und ausgebaute Grafikkarte auch zu höheren Stromkosten führt. Es gibt allerdings auch viele weitere Möglichkeiten auch mit einem leistungsstarken PC deine Stromkosten im Büro zu minimieren. Hierzu gehören einfache Dinge wie das Schalten des Computers in den Ruhezustand bei längeren Pausen. Aber auch Energiesparfunktionen oder das Deaktivieren der Bildschirmschoner- Funktion können den Stromverbrauch am PC deutlich reduzieren. Das gleiche gilt natürlich auch für die Büro-Beleuchtung.
Tipp 3 - Sparen beim Licht
Du kennst es sicherlich auch. Du versuchst das ganze Jahr über unnötige Beleuchtung zu vermeiden und kommst am Ende des Jahres dennoch auf eine hohe Stromrechnung. Um das zu vermeiden solltest du bei der Wahl deiner Lampen besonders darauf achten energieeffiziente Beleuchtung zu kaufen. Mithilfe von LED-Leuchten kannst du beispielsweise bis zu 80% des Stromverbrauchs für die Beleuchtung einsparen. Die Leuchtkraft ist dabei sehr häufig noch heller als bei herkömmlichen Lampen. Zudem gibt es eine grosse Auswahl an stilvollen LED-Leuchten, sodass du bei deiner umweltfreundlicheren und energieeffizienteren Alternative auch nicht auf eine schöne Lampe verzichten musst. Eine weitere Möglichkeit deine Stromkosten durch die Wahl der Beleuchtung zu beeinflussen, sind die Lampenschirme. Mit helleren Lampenschirmen wird die Leuchtkraft der Lampe verstärkt, sodass häufig eine Lampe mit weniger Leistungsaufnahme für deinen Schreibtisch genügt.
Tipp 4 - Richtiges Waschen
Du kannst hier ganz einfach Energiesparprogramme zu nutzen oder bei leichter Verschmutzung auch mal auf das Vorwaschen verzichten. Um mehrere Waschgänge zu vermeiden und so gleichzeitig Geld und Zeit zu sparen, ist es zudem wichtig, immer mit vollen Maschinen zu waschen und halbbeladene Maschinen zu vermeiden.
Tipp 5 - Fernseher und Radiogeräte
Viele Geräte bleiben aufgrund von Faul- und Trägheit einfach im Standby-Modus. Ganz klare Empfehlung: Ausschalten, wenn sie nicht benutzt werden.
Tipp 6 - Sparen in der Küche
Hier gibt es mit einfachen Tricks fast überall Möglichkeiten Energie zu sparen. So kannst du bei deiner Spülmaschine beispielsweise ganz unproblematisch ein Sparprogramm einstellen und die Maschine immer ganz voll zu machen, um so die Kosten für das Spülen zu minimieren.
Kosten sparen beim Backofen
Der Backofen bietet eine weitere Möglichkeit für dich, deine Energiekosten zu beeinflussen. Hier ist es zum Beispiel nicht immer unbedingt notwendig, vorzuheizen. Du kannst die vollständige Energie nutzen und den Ofen sogar schon etwas früher ausstellen, um mit der Restwärme fertig zu backen.Zudem ist es sinnvoll zum Aufwärmen oder Aufbacken den Backofen sogar ganz zu vermeiden, da dieser einen weitaus höheren Energieaufwand hat als eine gewöhnliche Pfanne oder Mikrowelle.
Der Herd
Allerdings spielt nicht nur der Backofen eine wichtige Rolle beim Stromverbrauch. Auch beim Herd solltest du die kostenlose Restwärme nach dem Abschalten nutzen. Zusätzlich solltest du darauf achten, immer mit Deckel und einer zur Pfanne grössentechnisch fast identischen Platte zu kochen.
Energiesparen bei Kühlschränken
Schon der Ort des Kühlschranks kann sich auf die Stromkosten auswirken. Sofern es möglich ist, solltest du also darauf achten, dass dieser nicht neben wärmeausstrahlenden Geräten steht. Allgemein genügt bereits eine Kühltemperatur von fünf bis sieben Grad.
Tipp 7 - Bügeln
Auch für das Bügeln gilt: Früher ausschalten und die Restwärme nutzen.
Tipp 8 - Energie sparen im Bad
Ein weiterer Tipp, um deinen Wasser -und Energieverbrauch zu reduzieren, ist der Verzicht auf die Badewanne. Mit einem warmen Bad verbrauchst du fast dreimal soviel Wasser und Energie, wie für eine Dusche. Und ein kurzes Händewaschen ist sicherlich auch mit kaltem Wasser möglich.
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